7. NOMA Cup: Vier Zweitligisten und ein großes Ziel

Langsam wird’s ernst: In gut zwei Wochen beginnt die Saison 2017/18 der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Zeit für die Teams, den Fokus zu justieren, und weiter Wettkampfpraxis zu sammeln. Vier Zweitligisten (2x ProA, 2x ProB) nutzen am Wochenende den 7. NOMA Cup (9./10. September) der Iserlohn Kangaroos, um den nächsten Entwicklungsschritt in ihrer Vorbereitung zu machen.

Die gastgebenden Iserlohn Kangaroos haben seit Anfang August bereits eine beachtliche Strecke hinter sich gebracht. Aus der neuen Mannschaft ist ein Team geworden, eine Einheit. Headcoach Dragan Torbica hat seine Schützlinge schwitzen lassen, hat intensiv mit ihnen gearbeitet. Und mittlerweile, so lässt sich konstatieren, sind die Kangaroos auf einem wirklich guten Weg. Auch knifflige Situationen, wie im Testspielsieg gegen das Eurobasket Select Team, haben die Waldstädter gemeinsam erfolgreich bewältigt.

Der NOMA Cup bietet Torbica und seinem Team die Möglichkeit in zwei Tagen zwei gute Testspiele gegen gute und herausfordernde Gegner zu absolvieren. Noch gesteht er ihnen Fehler zu, was jedoch nichts an seine Grundeinstellung ändert. Torbica will mit seinen Jungs gewinnen, Siege feiern. Und diese Mentalität verbindet die Kangaroos-Squad. Sie wollen alles geben, um die ihnen gestellten Aufgaben erfolgreich zu meistern.

„Wir haben knapp vier Wochen Vorbereitung hinter uns. Jetzt haben wir den NOMA Cup vor der Brust und freuen uns extrem darauf. Wir freuen uns auf die Spiele – und natürlich darauf, unsere Fans zahlreich in der Neuen Hemberghalle begrüßen zu können“, sagt Kangaroos-Guard Sören Fritze.

Aber mit welcher Zielsetzung starten die Kangaroos in ihr Heimturnier: „Ich möchte sehen, dass die Jungs den nächsten Schritt machen, ihr Spiel aufs nächste Level heben“, sagt Torbica. Außerdem spiele man vor heimischem Publikum, entsprechend wichtig sei das Turnier. „Wir werden alles versuchen und so gut wie möglich spielen“, so der Kangaroos-Coach. Eigentlich sagt der 49-Jährige immer, dass ihm Ergebnisse in der Vorbereitung nicht allzu wichtig sind. Trotzdem legt er einen Köder für sein Team aus:

„Wenn wir beide Spiele gewinnen, gebe ich den Jungs am Montag frei.“

Die Gäste des 7. NOMA Cups:

Uni Baskets Paderborn
In der vergangenen Spielzeit haben die Schützlinge von Coach Uli Naechster nur knapp die Playoffs in der ProA verpasst. Naechsters Team hat sich im Vergleich zur Vorsaison ein wenig verändert. Unter anderem haben die Uni Baskets Flügelspieler Till Gloger im Sommer an BBL-Aufsteiger Mitteldeutscher BC verloren. Auch Leistungsträger Matt Vest stellt sich bei den RheinStars Köln einer neuen Herausforderung. Dafür haben sich die Paderborner die Dienste von Luka Buntic gesichert. Das Erbe von Point Guard Chase Adams tritt Devonte Devon Brown an. Trotz der vielen Neuzugänge haben die Uni Baskets schon einen guten Rhythmus. Bevor sie am Samstag in Iserlohn auf die Kangaroos treffen, haben sie am Mittwochabend ihre erste Standortbestimmung gegen BBL-Absteiger Rasta Vechta absolviert, mussten sich in Vechta mit 61:80 geschlagen geben.

Gießen 46ers Rackelos
Die zweite Mannschaft des Erstligisten wird angeführt vom ehemaligen Nationalspieler Johannes Lischka. Und wird im November auch in der Südstaffel der ProB auf die Kangaroos treffen. Die Rackelos, wie sich die Reserve seit diesem Sommer nennt, hat die Lizenz des Kooperationspartners, den Licher BasketBären, übernommen und geht als Neuling in der ProB an den Start. Das Team von Headcoach Rolf Scholz ist gespickt mit hoffnungsvollen Talenten – nur zwei Spieler des Kaders sind in den 1980er-Jahren geboren worden (Lischka und Center Marian Spick). Mit Jeril Taylor (University of Southern Indiana) und Nick Hornsby (Sacramento State) verstärken zwei College-Importe die junge Mannschaft.

„In Iserlohn werden wir auf sehr starke Gegner treffen. Das ist wieder eine gute Gelegenheit, weitere Schritte vorwärts und in Sachen Teamfindung zu machen. Bei dem starken Teilnehmerfeld stehen dabei die Ergebnisse zunächst nicht im Vordergrund“, sagt Rolf Scholz.

PS Karlsruhe Lions
Im Viertelfinale der vergangenen ProB-Playoffs waren die Lions der Stolperstein für unsere Kangaroos – und marschierten anschließend zu Titel und Aufstieg. Nach dem Aufstieg gab es indes quasi eine Generalüberholung der Löwen: Mit Michael Mai (VfL Kirchheim Knights) heuerte im Sommer ein neuer Coach in Karlsruhe an. Und auch der Kader wurde einmal auf links gedreht. Vom Meister-Team um Aleksandar Scepanovic sind lediglich Orlando Isaiah Parker und Dimitrij Kreis übrig geblieben. Dafür konnten sich die Karlsruher unter anderem die Dienste von Richie Williams (RheinStars Köln) und Craig Taylor Bradshaw (Niners Chemnitz) sichern. Nicht wenige Basketball-Fans trauen den Lions nach bislang drei Aufstiegen in Serie auch in der ProA eine starke Spielzeit zu.

Der Spielplan

Halbfinals (Samstag, 9. September 2017)
17.00 Uhr: Gießen 46ers Rackelos – PS Karlsruhe Lions
19.30 Uhr: Iserlohn Kangaroos – Uni Baskets Paderborn

Spiel um Platz 3 (Sonntag, 10. September 2017)
11.00 Uhr: Verlierer Halbfinale 1 – Verlierer Halbfinale 2

Finale (Sonntag, 10. September 2017)
14.00 Uhr: Gewinner Halbfinale 1 – Gewinner Halbfinale 2

Karten gibt es an der Tageskasse für 3 Euro.

Pressemitteilung der Iserlohn Kangaroos, 8. September 2017