Iserlohn. Ein intensiver Schlagabtausch, Spannung bis zum Schluss und am Ende ein einziger Punkt Unterschied: Die Iserlohn Kangaroos haben das Spitzenspiel gegen LOK Bernau am Samstagabend knapp mit 83:84 (35:41) verloren. Nach vier Siegen zum Saisonstart musste die Mannschaft von Headcoach Gary Johnson damit ihre erste Niederlage hinnehmen. In der Matthias-Grothe-Halle lieferten sich beide Teams eine packende Partie, in der Bernau den Gastgebern mit starker Verteidigung das Leben schwer machte.
Von Beginn an war es ein hart umkämpftes Spiel, in dem sich beide Mannschaften jeden Punkt erarbeiten mussten. Die Würfe von der Dreierlinie wollten zunächst auf beiden Seiten kaum fallen. Dazu kamen zahlreiche Ballverluste, die den offensiven Rhythmus immer wieder unterbrachen. Es war kein Spiel der mühelosen Abschlüsse, sondern eines der intensiven Verteidigung und des Ringens um jeden Vorteil. Nach dem ersten Viertel stand es folgerichtig 19:19.
Bernau machte defensiv einen guten Job. Die Gäste erschwerten den Kangaroos den Weg zum Korb und zwangen Iserlohn immer wieder dazu, neue Lösungen im Angriff zu suchen. Während die Gastgeber um ihre Abschlüsse kämpfen mussten, nutzte LOK die eigenen Möglichkeiten im Zweipunktebereich effizient. Das zweite Viertel ging mit 22:16 an die Gäste, die sich damit zur Pause einen Vorsprung von sechs Punkten erarbeitet hatten.
Kangaroos kämpfen sich zurück
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie intensiv und fehleranfällig. Keine Mannschaft konnte sich auf einen dauerhaft sicheren Spielfluss verlassen, immer wieder wechselte der Ball durch Ungenauigkeiten und defensive Aktionen den Besitzer. Insgesamt stehen am Ende 24 Iserlohner und 27 Bernauer Turnover im Spielbericht – Ausdruck eines hektischen und von hohem Druck geprägten Spitzenspiels.
Die Kangaroos hielten dagegen und ließen Bernau nicht davonziehen. Mit 23:21 entschieden sie das dritte Viertel für sich und verkürzten auf 58:62. Vier Punkte trennten die Mannschaften vor dem Schlussabschnitt. Die Ausgangslage für zehn nervenaufreibende letzte Minuten war geschaffen.
Iserlohn setzte zur weiteren Aufholjagd an, Bernau stemmte sich dagegen. Jeder Ballbesitz gewann an Bedeutung, jeder erfolgreiche Abschluss konnte den Ausschlag geben. Die Kangaroos erzielten im letzten Viertel 25 Punkte und machten weiteren Boden gut. Doch trotz aller Gegenwehr und des unermüdlichen Einsatzes reichte es hauchdünn nicht mehr zur Wende. Beim 83:84 fehlte am Ende ein einziger Punkt zum Ausgleich.
Bester Iserlohner Werfer war Paul Lunguana, der mit 31 Punkten, sechs Rebounds und fünf Assists großen Anteil daran hatte, dass die Kangaroos bis zum Schluss im Rennen blieben. Howard Rankine steuerte 19 Punkte, sieben Assists und herausragende acht Ballgewinne bei.
Nach den anfänglichen Schwierigkeiten von außen steigerten die Kangaroos ihre Dreierquote im weiteren Verlauf auf insgesamt 38 Prozent. Iloanya verwandelte vier seiner neun Versuche. Auch an der Freiwurflinie zeigte Iserlohn mit 25 Treffern bei 29 Versuchen eine starke Leistung. Bernau wiederum überzeugte mit 69 Prozent Trefferquote aus dem Zweipunktebereich und verteilte seine Punkte auf mehrere Schultern. Shawn Anthony Scott II war mit 15 Zählern erfolgreichster Werfer der Gäste.
So bleibt für die Kangaroos die Enttäuschung über eine denkbar knappe Niederlage nach einem aufreibenden Basketballabend. Die Mannschaft kämpfte sich gegen einen defensiv starken Gegner zurück und hielt die Begegnung bis zum Ende offen. Den entscheidenden kleinen Vorsprung aber brachte diesmal LOK Bernau über die Ziellinie.
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