Die Iserlohn Kangaroos haben im Auswärtsderby bei den EN Baskets Schwelm eine leidenschaftliche Leistung gezeigt, mussten sich am Ende jedoch mit 76:70 geschlagen geben. Was bleibt, ist ein Auftritt voller Einsatz, Teamgeist und beeindruckender Unterstützung von den Rängen: Rund 80 mitgereiste Fans machten die kurze Auswärtsfahrt mit und sorgten über die gesamte Spielzeit für eine Atmosphäre, die das Team sichtbar beflügelte.
Dabei begann die Partie zunächst mit Vorteilen für die Gastgeber, während die Kangaroos etwas Zeit benötigten, um offensiv ihren Rhythmus zu finden. Die ersten Punkte für das Waldstadt-Team erzielte Trey Hubbard von der Freiwurflinie, ehe sich die Iserlohner zunehmend stabilisierten. Mit aggressiver Defense und besserem Zugriff fanden die Kangaroos ins Spiel. Besonders das schnelle Umschaltspiel sorgte immer wieder für Fouls auf Seiten der Schwelmer. Daniel Zacek war es schließlich, der mit einem Dreier die erste Führung für Iserlohn markierte, die bis zur Viertelpause Bestand hatte.
Im zweiten Viertel entwickelte sich ein intensives, aber offensiv zähes Spiel. Die Kangaroos überzeugten weiterhin mit großem Kampfgeist, verteidigten früh und mit hoher Intensität, mussten jedoch auch einige Fouls hinnehmen. Offensiv fehlte in dieser Phase etwas die Ruhe, wodurch sich kleinere Fehler einschlichen. Schwelm nutzte dies, um das Spiel zu drehen und mit einer Führung in die Halbzeit zu gehen. Dennoch zeigte sich bereits hier eine große Stärke der Kangaroos: der unbedingte Wille und die Präsenz unter den Körben, was sich unter anderem in der Reboundarbeit widerspiegelte (41:38 insgesamt).
Nach der Pause präsentierten sich die Kangaroos deutlich gefestigter. Trotz emotionaler Phasen und personeller Rückschläge bewahrte das Team die nötige Ruhe und setzte verstärkt auf mannschaftliche Geschlossenheit. Der verdiente Lohn folgte kurz vor Ende des dritten Viertels, als Trey Hubbard mit zwei Dreiern in Folge den Ausgleich zum 54:54 herstellte.
Auch im Schlussviertel blieb es ein Duell auf Augenhöhe. Beide Teams lieferten sich einen intensiven Schlagabtausch, bei dem sich zunächst keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Luca Michels setzte mit einem wichtigen Dreier ein Ausrufezeichen, doch Schwelm fand immer wieder Antworten. In der Schlussphase gelang es den Gastgebern schließlich, sich leicht abzusetzen. Doch die Kangaroos bewiesen erneut Moral, kämpften sich noch einmal zurück und verkürzten den Rückstand kurz vor Ende auf fünf Punkte. Am Ende fehlten in einer hitzigen Schlussphase die letzten Körner und auch das nötige Quäntchen Glück, sodass die Partie mit 76:70 an Schwelm ging.
Trotz der Niederlage können die Iserlohner Basketballer viel Positives aus diesem Derby mitnehmen. Der Einsatz, der Teamgeist und vor allem der unermüdliche Kampf über 40 Minuten unterstreichen die Entwicklung der Mannschaft. Besonders bemerkenswert: Nach einer starken ersten Hälfte (20 Punkte) von Schwelms Topscorer Zyon Ezekiel Patterson gelang es den Kangaroos, ihn im zweiten Durchgang (7 Punkte) deutlich besser zu kontrollieren.
Am kommenden Samstag steht das letzte Heimspiel der Saison in der Matthias-Grothe-Halle an, wenn die ETB Miners zu Gast sind. Die gezeigte Energie und Leidenschaft machen Lust auf einen intensiven Saisonabschluss – gemeinsam mit den eigenen Fans, die auch in Schwelm eindrucksvoll bewiesen haben, welchen Unterschied sie machen können.
Pressemitteilung: Iserlohn Kangaroos | Foto: Assia Waberi



