Versemmelt…

MICROKANGAROOS IDEENLOS GEGEN STARKE WUPPERTALER

U10-Oberliga:Südwest Wuppertal-Iserlohn Kangaroos 46:56 (21:10,33:27, 42:31)

Aus der Traum von der Westdeutschen Meisterschaft. Nach ihrer schlechtesten Saisonleistung können die Microkangaroos aus eigener Kraft nicht mehr den zweiten Tabellenplatz erreichen, der in die Runde der letzten acht Mannschaften in NRW führt.

Das Team war ohne Verteidigungsminister Richard (Fersenprobleme, aber zum Anfeuern vor Ort) und leider auch ohne den „Teamgeist“ (schwere Grippe mit Bettruhe?) in Bergischen angetreten.

Dort trafen die Waldstädter auf eine hochmotivierte und stark verbesserte Truppe, die man im Hinspiel noch deutlich bezwungen hatte. Die klaute von Anfang an den Kangaroos das Tagesmotto „no easy baskets“ und hatte im Gegensatz zu den Kangaroos vor dem Spiel einen ordentlichen Schluck „Zielwasser“ aus der Pulle genommen und darüber hinaus vorsorglich den gegnerischen Korb vernagelt.

Konnte man im ersten Viertel noch etwas von Wurfpech murmeln, so war im zweiten Abschnitt nicht mehr daran zu deuteln, dass Einzelaktionen gegen konsequente (und faire) Verteidiger dann nicht zum Erfolg führen, wenn man den Gegner nicht mit hartem Zug zum Korb zum Foul zwingt, sondern versucht, mit verschwurbelten Bewegungen um das Hindernis herumzuwerfen. Diese Testreihe sah allerdings mindestens 3 Versuche pro Spieler vor, so dass dies nach leichter Ergebnisverbesserung im zweiten Abschnitt zu einem dritten Viertel führte, über das zu sprechen auf Grund von 4 (in  Worten vier) Punkten kein Gesetz auf der Welt irgendeinen Trainer zwingen kann.

Da nützte auch ein knapp gewonnener vierter Abschnitt nichts mehr, in dem es noch ein paar schöne Korbszenen des früh foulbelasteten Konsti gab.

Trainerworte: Wenn dein Team nur den Kampfgeist auf seiner Seite hat (das war echt o.k., Jungs und Mädel!), unterm gegnerischen Korb aber die Abschlussschwäche, die Reboundunterlegenheit, der Egozock und Passblindheit eine große Party feiern, dann hast du keine Chance gegen diesen ebenso cleveren wie engagierten Gegner. Wir werden also in der nächsten Woche daran arbeiten, die Riesenenttäuschung in die kinetische Energie umzuwandeln, die wir am nächsten Wochenende brauchen werden,  um dem zweitplazierten Derbygegner der BG Hagen Paroli bieten zu können.

Für die Kangaroos spielten: Jesse Duru 4, Philip Grothe 7, David Kabamba 9, Wiktor Ksiazczyk, Xinran Liu, Tom Menke, Moritz Mix 14,  Yonas Sauerland 3, Thorben Schurad 3, Kadirhan Sentürk 2, Konstantin Tauchmann 7

Bericht: Helgi Bencker