Malte Schwarz wirft Kangaroos ins Entscheidungsspiel

Was für ein Drama in der Matthias-Grothe-Halle! Dank eines Dreiers 1,6 Sekunden vor Ende der ersten Verlängerung gewinnen die Iserlohn Kangaroos das zweite Spiel der Achtelfinalserie und fahren nun am kommenden Samstag zum Entscheidungsspiel nach München.  

Mit Dramatik kennen sich die Iserlohn Kangaroos mittlerweile bestens aus! Nach dem Overtime-Sieg gegen Oldenburg vor zwei Wochen war auch das zweite Achtelfinalspiel der ProB-Playoffs gegen die Zweitvertretung des FC Bayern Basketball nichts für schwache Nerven. Shooting Guard Malte Schwarz war es, der die Matthias-Grothe-Halle mit einem Dreier zum 87:85 kurz vor Schluss zum Beben brachte und die Iserlohner Basketballer somit ins Entscheidungsspiel um den Viertelfinaleinzug schickt.

Aufgrund einer defekten Korbanlage begann die Partie in der nahezu ausverkauften Matthias-Grothe-Halle mit 15-minütiger Verspätung. Den besseren Start erwischten die Gäste, die nach Knaufs Korbleger mit 4:10 führten (4.). Doch nun verlief die Begegnung ausgeglichener, Mallory glich beim 16:16 erstmals aus und legte einen weiteren Dreier nach. Und auch im zweiten Abschnitt bestimmten die Kangaroos das Geschehen und gestatteten mit einer bärenstarken Defensive fünf Minuten lang keinen Zähler. Nach Joshua Dahmens Korbleger zum 27:18 (15.) war die höchste Führung des Abends erreicht, zum Viertelende verkürzten die Bayern dank eines wilden Dreiers von Ersek aber wieder auf 37:36.

Knauf eröffnete die zweite Halbzeit für die Gäste aus der Distanz, doch die Kangaroos behielten die Kontrolle und führten nun mehrfach verhältnismäßig deutlicher. Über 52:46 und 58:50 lagen die Waldstädter vorne, Khartchenkov schraubte den Vorsprung sogar wieder auf neun Punkte (61:52, 30.). Dass dies jedoch noch kein beruhigendes Polster war, zeigten die Bayern im Schlussviertel und zwangen Kangaroos-Coach Milos Stankovic nach Weidemanns Treffer zur Auszeit (69:64, 34.). Nun ging es hin und her und nach Rudans Dreier wechselte auch erstmals wieder die Führung, den Mallory jedoch umgehend konterte und damit die Crunchtime einläutete.

Nun war die Partie auf Messers Schneide, die Kangaroos haben jedoch einen Mann, der für solche Momente wie geschaffen ist: Nikita Khartchenkov. Mit einem staubtrockenen Dreier brachte der Scharfschütze seine Mannschaft 30 Sekunden vor dem Ende mit 76:74 in Front. Die Entscheidung? Mitnichten! Denn der starke Knauf glich umgehend im nächsten Angriff aus, Kris Schwarz’ Dreier wurde geblockt, Verlängerung!

Hier hatten die Kangaroos den besseren Start, De Oliveira dunkte per Alley-Oop. Und auch wenn sich die Gastgeber vier Ballverluste in der Overtime leisteten, setzten sie sich dank ihrer Nervenstärke von der Freiwurflinie ab (83:78, 43.). Doch auch das war nicht die Entscheidung, denn Knauf, Weidemann und Vrcic glichen die Partie beim 84:84 wieder aus. Top-Talent Weidemann brachte die Bayern schließlich an der Linie in Führung, ehe die Stunde von Malte Schwarz schlug. Langer Einwurf, Dreier, Führung! Die Matthias-Grothe-Halle glich einem Tollhaus, doch die Lautstärke war jäh verstummt, als die Bayern von der Mittellinie einen unglaublichen Wurf zum vermeintlichen Sieg trafen. Entsetzen unter den 1300 Zuschauern, doch nach einer kurzen Diskussion mit dem technischen Kommissar wurde der Treffer zurückgenommen, da Bayern-Coach Greene zuvor eine Auszeit genommen hatte. Der letzte Wurf von Jebens verfehlte schließlich sein Ziel und nun konnte tatsächlich gefeiert werden.

Mit einer einmal mehr unglaublichen Energieleistung haben die Iserlohn Kangaroos somit das zweite Spiel der Achtelfinalserie für sich entschieden und können mit einem Sieg im Entscheidungsspiel im Münchner Audi Dome nun den Viertelfinalzug perfekt machen. Tip-Off ist am kommenden Samstag um 17 Uhr.

Iserlohn Kangaroos – FC Bayern Basketball II 87:85 n.V. (21:18/16:18/24:18/15:22/11:9).

Iserlohn Kangaroos: Mallory (21, 8 Rebounds), Ziring (0), De Oliveira (17, 8 Rebounds), K. Schwarz (0), M. Schwarz (11), J. Dahmen (9), Khartchenkov (14), Buss (6), R. Dahmen (5), Krumme (0), Brkic (4).

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Pressemitteilung Iserlohn 18/19 | Foto: Daniela Fett