Im Flow…

MICROKANGAROOS MIT TOLLEM SAISONABSCHLUSS

U10-Oberliga: Iserlohn Kangaroos-Astro Stars Bochum 114:27 (27:7,57:17,84:22)

Da passte alles. Zum Saisonfinale spielten die Iserlohner Youngster ihr Match exakt nach dem Drehbuch ihres Trainers. Perfekte Sicherung der eigenen Zone, schnelle Passstafetten bis zum bestpostierten Vollstrecker, Punkte für alle, begeisterte Zuschauerränge. Zeit für einen Rückblick auf eine ereignisreiche Saison:

Gegen zwei Talentschmieden aus Hagen war kein Kraut gewachsen, drei „Hochbegabte“ können unter 8-10-Jährigen problemlos jedes Spiel alleine entscheiden. Ein Match soll unerwähnt bleiben, da es außerhalb des Spielfelds entschieden wurde. Alle anderen Partien gewannen die Waldstädter Beuteltiere souverän, einige sogar so überlegen, dass vom Talent ihrer Söhne betroffene Eltern die „100er-Kiste“ springen lassen mussten. Der 3. Platz in de Oberliga bedeutet, dass die Micrikangaroos zu den 12 besten Teams in NRW zählen, einziger Wermutstropfen bleibt, dass nur die 8 besten den „westdeutschen Meister“ ausspielen.

Da aber Ruhm und Ehre nur eine Nebenrolle spielen, während die Entwicklung der jungen Ballkünstler weit mehr im Vordergrund steht, kann der Verein äußerst zufrieden mit den Fortschritten des Nachwuchses sein.

Wo zu Beginn der Saison bereits ein Treffer des Brettes Jubelschreie des Schützen hervorrufen konnte und das Team im Einsatz einem wilden Hühnerhaufen glich, so ging am Ende der Spielzeit ein Wolfsrudel mit intelligenter Rollenverteilung mächtig erfolgreich auf Korbjagd. Schließlich hatten sich Athletik und Ballbeherrschung ebenso deutlich verbessert wie die Übersicht und der Spielwitz. Mit knapp 80 Punkten pro Spiel arbeiteten die Kangaroos exakt auf dem Niveau ihrer großen Vorbilder, dem Profiteam der Bundesliga.

Nun müssen Benni, Colin, Jano, Julius, Kobi,Maxi und Musa die erworbenen Fähigkeiten nutzen, um sich einen Stammplatz in der U12   zu erkämpfen. Die Nachwuchshoffnungen David, Jessi, Moritz, Kadirhan und Tom treten dagegen aus dem Schatten ihrer älteren Mitstreiter und müssen ihrerseits die Nachrücker ins anspruchsvolle „Korbmachergeschäft“ der höchste Liga in NRW einführen.

Trainer-Worte: Obwohl ich mehrfach vorgewarnt worden bin, hat es mich doch umgehauen, wie schnell 8-10-jährige selbst komplizierte Bewegungsfolgen verinnerlichen. Es hat einen Riesenspaß gemacht, eure Fortschritte zu verfolgen. Danke auch, dass wir nur zweimal mit weniger als 10 Spielern trainieren mussten. Ein ganz dickes Lob geht an die Eltern, die als perfektes Räderwerk die Logistik gestemmt und den Ruf der Kangaroos als hervorragende Gastgeber verteidigt haben.

Den Scheidenden rufe ich „viel Erfolg und alles Gute“, den Bleibenden ein vorfreudiges „auf ein Neues“ zu.

Für die Kangaroos spielten:

Musa Aksoy(2), Jessi Duru(8), Liu „Kobe“ Jiaye(17), David Kabamba(4), Colin Laurenz(19), Moritz Mix(4), Kadirhan Sentürk(4), Maxi Spies(19), Jano Tinnefeld(2), Benni Toennies(10), Julius Trettin(19)

Bericht: Helgi Bencker