Gemächlicher Start ins neue Jahr

MICROKANGAROOS LASSEN GEGEN SCHWELM NICHTS ANBRENNEN

U10-Oberliga:Iserlohn Kangaroos-Rote Erde Schwelm 76:31(20:6,39:12,58:21)

Drei Wochen „jingle bells“ in den Ohren, Festessen im Mund und strikte Sportabstinenz (nur Philip war bei befreundeten Nachbarn im Basketballcamp), da kann der Start schon einmal etwas behäbig ausfallen. Zwei Minuten waren gespielt, jeder hatte schon einmal versucht, die Lampen auszuwerfen, damit der Coach nicht alles sah, da rief der selbige schon zur ersten Auszeit. Und schon war die Erinnerung wieder geweckt, dass Basketball als Teamsport gelistet ist, dass die Mitspieler so heißen, damit man mit ihnen spielt, und dass dem Gegner mit Gegenmaßnahmen wie Verteidigung zu begegnen ist, um ihn am Korbversuch zu hindern. So gab es doch noch 10 schicke Punkte bis zur Viertelhälfte und noch mal so viel im zweiten Teil, während sich die netten, aber unterbesetzten Gäste mit sechs hart erarbeiteten Zählern begnügen mussten.

Im zweiten Abschnitt bewiesen dann Philip, Yonas und Thorben, dass sich das Dreier-Training auch oder gar besonders für vergleichsweise kleinere Kangaroos auszahlt, während David und Moritz durch eine geradezu märchenhafte Lauf- bzw. besser Sprinttätigkeit Hase und Igel mit ihren Gegern spielten: „Ik bin all do!“

In der zweiten Hälfte setzte Emily ein deutliches Zeichen, dass sie sich in Zukunft nicht mehr auf ihr Image als „Frauenpower-Defensemonster“ reduzieren lassen will, und versenkte nach zwei blitzsauberen selbsterarbeiteten Korbaktionen die Kugel in der Reuse und verfünffachte damit binnen einer Minute ihr Saisonpunktekonto. Mut konservieren und beim nächsten Spiel wieder auspacken, Emily!

Im letzten Abschnitt durften dann noch einmal Alle in zwei Sturmreihen ran und teilten sich die Punkte redlich.

Trainerworte: Herrlich, wenn der Coach ˋne ruhige Kugel schieben kann, weil die Verantwortung sich so schön auf viele Spielerschultern verteilt. Hoffentlich bleibt das so, wenn beim Derby am nächsten Samstag der ungeschlagene Tabellenführer seine Visitenkarte in der Sundernallee abgibt. Die sympathischen Boeler haben uns im Hinspiel eine Lehrstunde erteilt, nun wollen wir mal schauen, ob die Kangaroos dabei auch was gelernt haben.

Für die Kangaroos spielten: Jesse Duru, Richard Hoffmann 6, Philip Grothe 7, David Kabamba 17, Emily Koks 4, Wiktor Ksiazczyk, Tom Menke, Moritz Mix 18, Yonas Sauerland 5, Thorben Schurad 5, Konstantin Tauchmann 14

Bericht: Helgi Bencker