Auf der Mittelspur unterwegs…

MICROKANGAROOS BESIEGEN GÄSTE AUS DEM BERGISCHEN AUF ENGSTEM RAUM

U10-Oberliga: Iserlohn Kangaroos-Südwest Wuppertal 68:36(16:7,29:24,58:30)

Hinten hui-vorne pfui, so lässt sich das Spiel der Waldstädter Youngster gegen die sympathischen Bergländer zusammenfassen. Während die Kangaroos ihren Gegnern den ersten Feldkorb erst in der 6. Minute gestatteten, ähnelten ihre Angriffsstrategien so gar nicht den Trainingsinhalten der letzten Wochen.

Nicht nur dass die Aufbauspieler so eng nebeneinander liefen, dass sie sich manches Mal problemlos hätten abklatschen können, nein auch das „Geflügel“ stand meistens dichtgedrängt in Zonennähe und blockierte zusätzlich die enge Mittelspur. Addiert man die Gegner hinzu, so kam man sich das Getümmel in der Zone und die Schwierigkeit freier Korbwürfe vorstellen. Wenn diese nicht ganz in den Lüften verhungerten, so landeten sie doch eher auf dem Ring als in der Reuse. Nur gut, dass unser erst 8 Jahre alter Luftwaffenchef Jesse mit seinem Reboundinstinkt mehrmals zur rechten Stelle war und 8 seiner insgesamt 18 Zähler bereits im ersten Viertel einstreute.

Äußerst mager blieb trotz zahlreicher Versuche auch die Wurfausbeute im zweiten Viertel (Sendepause bis zur 15. Minute) und wieder musste die Defense ausgleichen, die den Mannen von der Wupper ab Minute 16 die Korbwege komplett sperrte.

Ob die Halbzeitpredigt zum Thema „spacing“ (breite Aufstellung) bei den sportlichen Adressaten angekommen war, konnte leider nicht überprüft werden, da die Kangaroos nun mit der Absicht des schnellen und leichten Punktens den Fast-Break-Express bestiegen. Hierbei entwickelte besonders Thorben mächtig Fahrtwind und belohnte sich zum Viertelende sogar mit zwei sauberen Dreiern.

Warum dieses Erfolgsrezept nicht weiter eingesetzt wurde und sich im letzten Viertel wieder alle um den Ball drubbelten, so dass gegnerische Hände die orange Kugel aus dem Chaos fischen konnten wie Schwalben die Mücken, bleibt rätselhaft. Da aber die Defense stand wie eine Mauer, konnten die Kangaroos auch dieses Viertel gewinnen.

Trainerworte: Wenn wir den Leichtsinn, das enge Spiel und die schlechte Wurfauswahl bis zum nächsten Wochenende nicht ablegen, werden uns die bekanntlich beherzt zugreifenden Derbygegner der BG Hagen am nächsten Wochenende dankbar die Bälle aus den Händen schnappen. Dann wird eine konsequente Defense allein nicht ausreichen, um von Ligaplatz  2 zu träumen. Der Trainingsplan steht.

Für die Kangaroos spielten:

Jesse Duru 18, Philip Grothe 10, Richard Hoffmann 9, David Kabamba 10, Emily Koks, Wiktor Ksiazczyk, Xinran Liu, Moritz Mix 3, Yonas Sauerland 2, Thorben Schurad 8, Kadirhan Sentürk 2, Konstantin Tauchmann 6

Bericht:Helgi Bencker