At least we stole the show…

MICRO-KANGAROOS BRINGEN BG-FESTUNG ZUM WANKEN, DOCH NICHT ZUM EINSTURZ

U10-Oberliga: BG Hagen-Iserlohn Kangaroos 84:77 (11:20,34:40,63:49)

Das war wohl ein ungewohnter Start für die gelben Flitzer von der Volme. Mit 11:20 in der Viertelpause ließ die Anzeigetafel keinen Zweifel, dass die taktische Marschroute der Kangaroos „beherzter Zug zum Korb bei kompromissloser Verteidigung“ erfolgreich umgesetzt worden war. Besonders gefielen den mitgereisten Eltern die Reboundhoheit und die souveräne Aufbauarbeit des eingespielten „Damophi-Trios“ (David, Moritz, Philip).

Dass die Derby-Gastgeber dies nicht weiter hinnehmen würden, war klar, doch gelang es ihnen bis zur Großen Pause nicht, mehr als drei Pünktchen vom Waldstädter Vorsprung abzuknabbern, da Richard seinen punkteverwöhnten Gegenspieler mit cleverer Absinktechnik deutlich unter seinen gewohnten Möglichkeiten hielt und die Scharfschützen der Gäste manchen schönen Treffer ins runde Ziel setzten.

Nun würde man gerne das Deckmäntelchen des Schweigens über das dritte Viertel hängen, damit man nicht sehen müsste, wie die eben noch souverän agierenden Microkangaroos dieselbe orange Kugel immer wieder in Geschenkpapier verpackten, eine Schleife darumbanden und sie dem Gegner überreichten. Die 9:29 Punkte passten so wenig zur ersten Hälfte, dass wir die Chance nutzen, sofort ins letzte Viertel zu schalten.

Hier gab es nun die Alternative, sich weiter abschlachten zu lassen, oder noch einmal die gequälten Knochen zu einem ernsthaften Widerstand zu ordnen. Der 8:0- Lauf war ein guter Start, bis zur 38. Minute war der Hagener Vorsprung vor allem dank eines mächtig heißgelaufenen Moritz gar auf 3 Punkte abgeschmolzen. Die Wende konnte von Hagens Topscorer verhindert werden, der 30 seiner 48 Punkte in der 2. Halbzeit sammelte und von keinem Microkangaroo ernsthaft am Korbwurf gehindert werden konnte. Die schönere Punkteverteilung, Indikator für ein ordentliches Teamplay, haben allerdings die Iserlohner zu bieten.

Trainer-Worte: Ein sehr ordentliches Match gegen einen starken Gegner, bei dem ohne den deutlich zu langen Hänger sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Sieben Punkte sind keine zu hohe Hypothek für das Rückspiel in heimischer Halle, genug Lernaufträge haben wir jedenfalls aus der Basketballhochburg Hagen mitgenommen.

Für die Kangaroos spielten: Jesse Duru 16, Philip Grothe 12, Richard Hoffmann 4, David Kabamba 21, Wiktor Ksiazczyk, Xinran Liu, Moritz Mix 16, Tom Menke 2, Yonas Sauerland, Thorben Schurad 5, Konstantin Tauchmann

Bericht: Helgi Bencker