Achtzehn Minuten “Zukunftsmusik”

 


MICROKANGAROOS MIT TRAUMSTART GEGEN DEN TABELLENZWEITEN

U10 Oberliga: Iserlohn Kangaroos- TSV Hagen 1860 60:100 (17:14,31:41,41:77)

Da staunten die sieggewohnten Freunde des  TSV Hagen nicht schlecht. Fast eine
Halbzeit lang lag ihr Derbygegner aus der Waldstadt in Führung. Ein paar
Bilderbuch-Fastbreaks, eine exzellente Chancenverwertung und eine deutliche 
Reboundüberlegenheit auf beiden Seiten des Feldes hatten die zahlreichen 
Zuschauer schon mehrfach von den Bänken gerissen. Als die Kangaroos dann auch
noch zwei Führungsspielern der Gäste je drei Fouls angehängt hatten, roch es 
ein ganz klein bisschen nach Sensation in der Sundernallee.(18. Minute 29:29)

Sollten die „Greenhorns“ aus Iserlohn, die größtenteils erst eine halbe Saison
Spielerfahrung auf dem Buckel hatten, tatsächlich mit einer Cleverness, die man 
vielleicht in einem Jahr erwartet hätte, den „alten Hasen“ von der Volme „einen
Haken schlagen“?

Hätte, Hätte-Korbstafette! Statt weiter den Ball sicher nach vorne zu bringen
und dort auf die beste Chance zu warten viele Ballverluste bereits in der
eigenen Hälfte, überhastete Einzelaktionen mit absehbarem Abschluss und eine
immer wieder zu zögerliche „Transition“ (Umstellung von Angriff auf Verteidigung)
. Dies stellte den Fastbreakexpress der  Gäste auf´s Gleis, wo er innerhalb
weniger Minuten den Zwischenhalt „Sicherer Vorsprung“ erreichte. (24. Minute
 33:54). 

Ein drittes Viertel mit 10:36 Punkten reicht natürlich ebenso wenig, um den
Favoriten ins Wanken zu bringen, wie die Zahl von 3 Teamfouls im gesamten Spiel.
Zwar gelangen Maxi ein paar Blocks zur Korbabwehr und „Blitzgleiter“ David 
schaffte es als Einziger, seinen tiefergelegten Körper gegen den quirligen
Aufbauspieler der Gäste zwischen Mann und Korb zu halten, doch reichte dies
ebenso wenig wie der solide Kapitänsjob des Julius zur Vermeidung einer
„Hunderterpackung“ wie im Hinspiel. Allerdings hatte seinerzeit der junge
Hagener Trainerfuchs noch viel mit seiner 2. Fünf agieren können.

Trainer-Worte: Ein absoluter Basketballleckerbissen in der ersten Halbzeit.
Hätte man Videos vom Hin- und Rückspiel, würden selbst Experten sich schwertun,
hier dieselbe Mannschaft zu identifizieren. Wenn das Team es schafft, die im 
ersten Abschnitt gezeigte Leistung ins nächste Derby mitzunehmen und aus den
Unzulänglichkeiten der 2. Hälfte die richtigen Schlüsse zu ziehen, sollte es 
am kommenden Wochenende in Boeles Minihalle heiß hergehen.

Für die Kangaroos spielten:
Musa Aksoy, Jesse Duru, Liu Yiaje (4), David Kabamba (6), Colin Laurenz (2), Tom
Menke (2), Moritz Mix, Maxi Spies (12), Jano Tinnefeld, Benni Toennies (11), 
Julius Trettin (23),