28minütiges Feuerwerk

MICROKANGAROOS MIT BÄRENSTARKER HEIMVORSTELLUNG

U10-Oberliga Kangaroos:Schwelmer Baskets 93:22(33:7,71:13,93:22 bei Spielabbruch in der 28. Minute)

Das christliche Abendland hatte auf beiden Seiten seinen Tribut gefordert. Kommunionsbedingt konnten die Kangaroos nur 8 Spieler aufbieten, die Schwelmer wegen des zusätzlichen Pollenflugs nur 6 in den ungleichen Wettkampf schicken. Beste Trainingsbedingungen für die Gastgeber, Schadensbegrenzungstaktik auf Seiten der Gäste.

Sehr zur Freude ihres Coaches setzten die Waldstädter alle taktischen Marschrouten glänzend um. Die rechte Seite der Spielanzeige musste sich bis zur 9. Minute mit 2 Punkten langweilen, während ihr linkes Pendant im Sekundentakt weiterhüpfte. Grund für das erste war die konsequente Deny-Defense aller Beuteltiere, das zweite resultierte aus einer Serie von Bilderbuch-Fastbreaks, bei der sich Maxi und Julius als Traumpassexperten und Jano und Colin als eiskalte Vollstrecker zeigten.

Zur Schonung des Gegners, der nach kleinen Blessuren zeitweise nur zu viert auflief (wobei die Gastgeber natürlich auch einen Spieler aus dem Rennen nahmen), sollte nun der Nachwuchs seine Chance nutzen. Der machte jedoch im zweiten Viertel noch 5 Punkte mehr und ließ einen weniger zu, als die erste Garde. Hauptakteur dabei „Kobe“, der seinem zweimal so großen und viermal so breiten Namensvetter nacheiferte und sein „Saison high“ auf 28 Punkte schraubte.

Da Trainers große Lauscher in der Halbzeit spitzgekriegt hatten, dass die Schwelmer die 70 Punkte-Regelung nutzen wollten (bei 70 Punkten Rückstand kann der Unterlegene ein Spiel beenden), schickte er nun seine Kleinsten aufs Feld. Doch da sie nichts von dem Plan wussten, waren die fehlenden zwölf Punkte Vorsprung schnell erreicht und das Spiel endete in der 28. Minute, nicht zuletzt, weil Musa noch zwei Dreier auf der Pfanne hatte.

Trainerworte: Ich freue mich sehr, dass mein schriftlicher Wunsch nach einem ordentlichen Saisonabschluss so viel Widerhall bei allen Spielern gefunden hat, am meisten aber, das David sein bisher verstecktes „Spielmacher-Gen“ geoutet und seine Mitspieler mehrfach glänzend in Szene gesetzt hat. Wetten, ihr könnt das beim Saisonabschluss in zwei Wochen noch toppen?

Für die Kangaroos spielten: Musa Aksoy (8), Liu „Kobe“ Jiaye (28),

David Kabamba (2), Colin Laurenz (14), Kadirhan Sentürk, Maxi Spies (14),  Jano Tinnefeld (10), Julius Trettin (17)

Bericht: Helgi Bencker