Wie’s Kaninchen vor der Schlange

Microkangaroos mit zuviel Respekt vorm Tabellenführer

U10 Oberliga: BG Hagen- Iserlohn Kangaroos 97:34 (30:11,45:19,72:27)

Chancenlos wie erwartet, aber leider auch fast ohne Gegenwehr ergaben sich die Youngster in ihr Schicksal. Körperlich keineswegs unterlegen, ließen sich die Waldstädter durch die konsequente Defense und die lehrbuchmäßig vorgetragenen Breaks der Hagener bereits im ersten Viertel den Schneid abkaufen. Beim 30:11 hatten sich der zuletzt noch überragende Maxi und Moritz bereits in die Verletztenliste eingetragen, wobei letzterer nach dem Pausentee noch einmal eingriff und neben Kadirhan wenigstens in der Defense Kampfbereitschaft aufblitzen ließ. Auch sein erster Einsatz als Aufbau gab zu einiger Hoffnung für die nächste Saison Anlass, wenn der Jungjahrgang in die Hauptverantwortung rutscht.

Hagen hatte sich vorgenommen, den Gästeaufbau möglichst früh zu stören, der es sich erstaunlicherweise zur (gegen alle Coachbefehle resistenten) Regel machte, immer gegen den stärksten Spieler zu ziehen, statt die Aufgabe weniger bedrängten Teamkameraden zu überlassen.
Durch die daraus resultierenden Ballverluste im Dutzend war die zweite Halbzeit bereits von so viel Resignation gekennzeichnet, dass selbst einfachste Körbe nicht mehr fielen. Obwohl der Hagener Coach zunehmend mit seinen Jüngsten unter der Regie seines überragenden Spielmachers agierte, ging ein großer Teil der Zweikämpfe und Rebounds an die Gastgeber. Die Volmestädter, besonders auch deren kampfstarke Vertreterinnen des schönen Geschlechts, waren einfach ständig einen Tick schneller und bissiger. Und für 5 Kangaroo-Fouls im ganzen Spiel gilt: Feigheit statt Fairnesspokal!

Trainerworte: Das war ein bitterer Rückschritt, besonders, weil er in den Köpfen stattgefunden hat. Fehlende athletische Energie und Laufbereitschaft kann ich gar nicht bemängeln, aber der „Spielwitz“ war diesmal überhaupt nicht zum Lachen.
Nun hoffen wir, am kommenden Sonntag in Heimatmosphäre mit den Haspern auf einen weniger überlegenen Gegner zu treffen, damit Mut und Zuversicht in die Herzen und ein Lächeln auf die Gesichter der Kangaroos zurückkehren.

Für die Kangaroos spielten:
Jesse Duru, Liu „Kobe“ Jia Ye 5, David Kabamba 2, Colin Laurenz 7, Tom Menke, Moritz Mix, Kadirhan Sentürk 2, Maxi Spies, Jano Tinnefeld 1, Benni Toennies, Julius Trettin 17

Bericht: Helgi Bencker