Schlapper Saisonausklang

MINIKANGAROOS MIT SCHWACHER VORSTELLUNG BEIM TABELLENVORLETZTEN

U12 NRW-Liga: BG Hagen – Iserlohn Kangaroos: 63:75 (26:14,44:36, 52:56)

Diese Leistung muss mit einem Dreizeiler abgehakt werden: Unsäglicher Start gegen Hagens „junge Wilde“. 14:0 Freiwürfe im ersten Viertel legen Wettbetrug nahe, 7:23 Fouls im ganzen Spiel Defenseverweigerung. Die Lichtblicke: als einziger ernst zu nehmender Verteidiger Leon, Gian-Luca im Defense- und Linus im Offenserebound.

Sprechen wir also lieber über die Gesamtsaison:

Der 6. Platz in der höchsten Liga ist eine sehr ordentliche Leistung für das recht junge Team, in dem jeder einzelne Spieler in wenigen Monaten sehenswerte Fortschritte gemacht hat. Sichere Linkskorbleger, 5 verschiedene „Cross-Over“ in der Trickkiste und ein recht treffsicheres „Dreierhändchen“ sind wahrlich kein Standard für 11-jährige Basketballkünstler.

Gegen die Großen der Szene aus Boele, Paderborn und Münster gab es zwar keinen Blumentopf zu gewinnen, aber doch in der Regel ganz ordentliche Auftritte. Hier fehlte natürlich noch die Feinabstimmung im Teamplay und die Konsequenz in der Verteidigung, die die schon jahrelang zusammen agierenden Mannschaften der Tabellenspitze auszeichnen. Da reicht die zweitschlechteste Defense der Liga nicht, um dagegen zu halten, die viertbeste Offense jedoch, um nicht unterzugehen und die Fans mitzureißen.

Im Mittelfeld dann hochintensive Partien und Derbys auf Messers Schneide, die nicht nur das Trainerherz höher schlagen ließen. Zwei unnötige Niederlagen gegen Dorsten wegen der schon genannten „Scheunentor-Verteidigung“, zwei heiße Matches gegen Haspe, die erst in der letzten Minute, bzw. in der Verlängerung verloren gingen, und die beiden unvergesslichen „Herzschlag-Final-Siege“ gegen den TSV Hagen, einmal in den letzen Sekunden und einmal ebenfalls in der Verlängerung. Dass die Spiele gegen die untere Tabellenhälfte niemals in Gefahr waren, lag ebenso an der Ausgeglichenheit des Kaders, wie an seiner Nichtausrechenbarkeit mit immer wechselnden Top-Scorern.

So haben die „alten Hasen“ Robin, Arda, Flo, Mats und Nico mit ihrer Erfahrung und Cleverness die schweren Partien gelenkt, die Neuzugänge Linus und Gian-Luca die Luftwaffe erheblich verstärkt, und der Nachwuchs mit Joni, Leon, Leonard, Larry, Til, Luca und Kerem in den Partien gegen schwächere Gegner ihr Talent aufblitzen lassen, das sie nun ihrerseits in der nächsten Saison einsetzen werden, um die Nachrücker ins Geschäft einzuweisen.

Trainer-Worte: Ich bin sehr zufrieden mit der Platzierung, freue mich aber noch mehr über die individuellen Fortschritte, das gute Mannschafts-Klima, die vorbildliche Entlastung durch Co-Coach Tom Varendorff und die tadellose logistische Unterstützung durch die Elterntruppe, am meisten jedoch, dass sich die geringe Zahl von Blessuren umgekehrt proportional zum hohen Spaßfaktor bei Training und Spiel verhalten hat.

In Hagen spielten für die Kangaroos: Mats Badtke 4, Florian Breiden 11, Kerem Can 5, Larry Duru 2, Leonard Mundt 2, Gian-Luca Pinto 3, Leon Schütz 2, Nico Stegemann 8, Luca Tesche, Linus Trettin 26, Arda Yildiz 12

Bericht: Helgi Bencker