Schicker Sieg in Recklinghausen…

MINI-KANGAROOS LIEFERN ÜBERZEUGENDE VORSTELLUNG IM „POTT“

NRW-Liga U12: Citybaskets Recklinghausen – Iserlohn Kangaroos 73:112 (17:30, 39:57, 55:92)

Eigentlich sollte es ein „Kinderspiel“ werden gegen den Tabellenzehnten, der nach dem Umzug seines dribbelgewaltigen Aufbauspielers in der frühen Saison nur zwei Siege verbuchen konnte.
Doch dann waren da plötzlich die drei neuen Mädels, eine hochgewachsen, zwei wieselflink und alle drei
enorm clever und treffsicher, die am Ende weit über die Hälfte der  Citybasket-Punkte gemacht haben sollten.

Doch was hilft das alles, wenn Robin einen „Sahne-Tag“ mitbringt. Der Spielmacher, der in Abwesenheit
von Captain Arda allein Regie führen musste, bewies eindrucksvoll, dass auch Männer sehr wohl „multi-tasking“-fähig sein können. Denn er hielt nicht nur mit seiner enorm ausgefuchsten Verteidigung sein weibliches Aufbau-Pendant, immerhin ihres Zeichens WBV-Auswahlspielerin, auf 10 Pünktchen, verteilte nicht nur mit „Adler-Blick“ unzählige Assists an seine freien Mitspieler, sondern nahm auch nach schönen Täuschungen immer wieder selbst die Reuse ins Visier und verdientermaßen den „Top-Score“ mit nach Hause (27 Punkte).

Die Einstellung ihres Playmakers wirkte ansteckend auf die Teamkollegen, die mit vorbildlicher Laufarbeit und daraus resultierenden leichten Break-Punkten bereits nach dem 1. Viertel 30 Punkte gesammelt hatte. So konnte der Coach schon im zweiten Abschnitt experimentieren, der zu seiner Freude mit starker Unterstützung des Nachwuchses eine Erhöhung des Vorsprungs brachte (39:57).

Nach der Pause dann „Fast-Break-Training“ für alle, da der Gegner sich in der Defense viel verletzlicher zeigte, als sein durchdachtes Angriffspiel vermuten ließ. Auf der richtigen Spur war jetzt vor allem der Nachwuchsstratege Leonhard unterwegs, der sich für seine Sprints mit „Double-Figures“ (10 Punkte) belohnte, während sein Jahrgangskollege Jonathan nun in Robins Pausen die quirlige Aufbauspielerin genausogut am Vollstrecken hinderte. Nach diesem rasanten Viertel führten die Waldstädter mit fast 40 Punkten (55:92) und die Frage war berechtigt, wer neben Ruhm und Ehre die „100er-Kiste“ erwerben durfte. (Glückwunsch, Mats!)

Im letzten Viertel gab´s dann „Eishockey“. Ganze Sturmreihen wurden gewechselt, ohne dass es zu Abstimmungsproblemen kam. Und am meisten freute sich in der vorletzten Minute „New-Comer“ Gian-Luca, der nach ordentlicher Defense-Leistung gegen Recklinghausens „Lange“ seine ersten NRW-Liga Punkte wie vom Coach befohlen verbuchte.

Trainer-Worte: Besonders hat mir heute die Punkte-Verteilung gefallen. Mit unseren ständig wechselnden Top-Scorern sind wir nur schwer auszurechnen. Eine sehenswerte Generalprobe für die Derby-Revanche in drei Wochen gegen den Tabellenvierten aus Hagen-Haspe, wo wir im Hinspiel nach toller Aufholjagd erst in der Verlängerung die Segel streichen mussten.

Für die Kangaroos spielten: Mats Badtke 13, Florian Breiden 17, Kerem Can 2, Larry Duru 7, Robin Mingaz 27, Jonathan Mix 4, Leonard Mundt 10, Gian-Luca Pinto 2, Leon Schütz, Nico Stegemann 17, Linus Trettin 14

Bericht: Helgi Bencker