NÜTZLICHE LEHRSTUNDE…

Micro-Kangaroos lassen sich in Hagen überennen

U10 Oberliga: TSV Hagen – Iserlohn Kangaroos 103:62

Die Trainingsinhalte der letzten Wochen waren eigentlich gut gewählt: Schnelles Umschalten von der Defense auf Offense, früh den freien Mitspieler sehen, kurze harte Bodenpässe und ein breitgefächertes Überzahlspiel. Tatsächlich bekamen die Kangaroo-Eltern alles zu sehen, allerdings leider vom Gegner ihrer Sprößlinge.

Dabei muss neidlos anerkannt werden, dass die Aufbauspieler von der Volme eine Klasse für sich sind, warum der Iserlohner Nachwuchs allerdings wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrte und die orange Kugel ein ums andere Mal fast freiwillig den schnellen Händen der gegnerischen Verteidigung überließ, bleibt doch rätselhaft.

Beim 29:9 nach dem ersten Viertel war das Spiel bereits entschieden, denn der Fastbreak-Express von der Volme hatte imer wieder die Verteidigungslinien der Kangaroos überfahren. Vorne hingegen gab es viel Ladehemmung und brechstangengeführten Individualbasketball.

Ob es nun die Standpauke des Trainers war oder die Selbsterkenntnis der Spieler, im 2. Abschnitt war endlich Gegenwehr zu erkennen und sofort öffneten sich freie Wege nach vorne. Zwar brachte eine eklatante Abschlussschwäche nur zwölf Punkte aufs Gästekonto, aber die nur 19 zugelassenen Punkte des Gegners zeigten Tendenzen in Richtung ernsthaften Widerstandes (48:21).

Das dritte Viertel, in dem beide Teams viel durchwechselten, war ein munteres Hin und Her mit wieder 31 Punkten für die „Lehrherren“, aber auch 19 für die „Lehrlinge“ (71:40).

Auf keinen Fall eine „Hunderterpackung“ lautete die Devise für den Schlussabschnitt, doch dafür hätte man die Gegenspieler, die sich hauptsächlich aus der 2. Fünf rekrutierten, nicht so alleine mit dem Ball lassen dürfen.

Trainerworte: Die Jungs, von denen ja die meisten noch sehr wenig Spielerfahrung gesammelt haben, sind heute zum ersten mal im echten „Basketballdschungel“ ausgewildert worden. Dass sie dort etwas kopflos, mit zuviel Respekt und Tendenzen zur Verzweiflung agieren, geht in Ordnung. Da sie im Laufe der Begegnung zusehends an Sicherheit und Spielwitz zurückgewonnen haben, glaube an den positiven zukünftigen Effekt dieser Lehrstunde, in der die Kangaroos zumindest eine sehr überzeugende läuferische Leistung abgeliefert haben.

In vier Wochen nach den Herbstferien kommen die Boeler zu Besuch und sind aufgefordert, im fairen Traditionsderby mit den „herbstcampgestählten“ Kangaroos um die Punkte zu kämpfen.

Für die Kangaroos spielten:

Musa Aksoy , Jesse Duru (nicht dabei), „Kobe“ Liu Jiaye 2, David Kabamba , Colin Laurenz 9, Tom Menke (nicht dabei), Moritz Mix (nicht dabei), Kadirhan Sentürk, Maxi Spies 4, Jano Tinnefeld 4, Benny Toennies 14, Julius Trettin 29