München gleicht aus – Endspiel am Dienstag in Iserlohn

FC Bayern München Basketball II – Iserlohn Kangaroos 85:80  (26:18, 48:45, 64:56).

Mehr Assists als der Gegner, mehr Rebounds unter den Körben, besser von der Freiwurflinie und eine passable Dreierquote von über 30 Prozent (zur Statistik)- trotzdem haben die Iserlohn Kangaroos im zweiten Playoff-Achtelfinale nicht wie von Headcoach Matthias Grothe gehofft, bereits „den Deckel drauf machen“ können. Im Audi Dome verloren die Iserlohner in einer spannenden Partie am Ende knapp mit 80:85 gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München Basketball. Somit kommt es am Dienstag, 21. März, um 19.30 Uhr in der „Hemberg-Festung“ zum alles entscheidenden Showdown um den Einzug ins Playoff-Viertelfinale.

„Schade“, lautete dann auch kurz und knapp die erste Reaktion von Matthias Grothe nach dem Abpfiff in München. „Wir haben hier über 30 Minuten richtig gut gespielt und vieles vor allem in der Offensive sogar besser gemacht als im ersten Spiel.“ Lediglich die Anfangsphasen der beiden Halbzeiten sowie die deutlich höhere Zahl der Turnover (15 gegenüber von nur acht auf Seiten der Münchener) hatte Iserlohns Coach auf der Kritikseite notiert.

Und in der Tat nutzten die Bayern ihren Heimvorteil und nahmen das Heft von Beginn an in die Hand. Zwar konnten die Kangaroos bis zum 8:8 (4.) noch mithalten, doch dann zogen die Gastgeber binnen 180 Sekunden  auf 19:10 davon (7.) und verteidigten diesen Vorsprung bis zum Viertelende (26:18). Im zweiten Spielabschnitt jedoch fand Iserlohn zunehmend besser ins Spiel. Die Kangaroos-Defense bekam zunehmend Zugriff auf die FCB-Angreifer, während vorne der Ball nach Aussage von Matthias Grothe jetzt gut laufen gelassen wurde und die Wurfauswahl immer besser wurde. Dies machte sich bis zur Halbzeit dann auch auf der Anzeigetafel bemerkbar. Bis auf drei Punkte kämpften sich die Kangaroos, angeführt vom bärenstarken Kapitän Kristof Schwarz, dem gleich fünf Treffer jenseits der Dreipunktelinie gelangen, heran, so dass beim 45:48-Pausenstand die Partie wieder völlig offen war.

Doch wie gewonnen, so zerronnen galt auch für den Beginn der zweiten Halbzeit. Statt die Partie endgültig zu drehen, ließ das Grothe-Team die Münchener wieder enteilen. Eine 12:2-Serie der Hausherren sorgte bis zur 26. Minute erneut für eine komfortable Führung (60:47). Die Vorentscheidung? Nein! Denn im Schlussviertel stemmten sich die Kangaroos nochmals vehement gegen die drohende Niederlage. Zwar gehörten die ersten Punkte durch einen erfolgreichen Dreier dem Team von Oliver Kostic, doch dann kämpften sich die Gäste wieder Punkt um Punkt heran. Neben dem „Scharfschützen des Tages“ Kristof Schwarz konnten in dieser Phase auch Deion Giddens (insgesamt 11 Punkte) und Moussa Kone – mit 20 Punkten Iserlohns Topscorer – wichtige Akzente setzen.

16 Sekunden vor dem Ende betrug der Abstand nur noch zwei Punkte (80:82) und die Kangaroos waren in Ballbesitz. Ein Happy End schien in Reichweite. Doch ausgerechnet in diesem Moment avancierte Iserlohns überragender Kapitän zum tragischen Helden, denn sein Dreipunktversuch verfehlte dieses Mal das Ziel. Statt der erstmaligen Führung zeigte sich auf der Gegenseite Münchens Topscorer Karim Jallow (18 Punkte) von der Freiwurflinie nervenstark und sorgte für die endgültige Entscheidung und den 1:1-Ausgleich in der Serie.

Iserlohn Kangaroos: Moussa Kone (20/9 Rebounds), Ruben Dahmen (2/6 Assists), Kristof Schwarz  (15/5 Dreier/4 Assists), Terrell Harris (10), Thomas Reuter (5/1 Dreier), Gabriel De Oliveira (4), Deion Giddens (11/6 Rebounds), Yannick Opitz (6/1 Dreier), Sören Fritze (7/1 Dreier).

Pressemitteilung Iserlohn Kangaroos