Mit Wut im Bauch zurück nach Iserlohn!

Eine Niederlage, die einmal mehr beweist: Die Südstaffel der 2. Basketball-Bundesliga ProB ist keine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Im Gegenteil. Die 55:86 (18:22, 8:22, 18:22, 11:20)-Pleite der Iserlohn Kangaroos beim Farmteam von s.Oliver Würzburg zeigt, dass mit jedem Gegner zu rechnen ist. Und zwar zu jedem Zeitpunkt.

Mit Schwung starteten beide Mannschaften in die Partie. Würzburg fand etwas schneller in Tritt und sicherte sich so direkt zu Beginn die Führung. Und diese sollten die Hausherren bis zur Schlusssirene auch nicht mehr aus der Hand geben. Die Kangaroos hielten zwar Schritt, das Erfolgserlebnis der eigenen Führung blieb ihnen indes verwehrt.

Als Julian Scott per Korbleger auf 13:14 (7.) verkürzte, war eigentlich noch alles im Lot. Auch den folgenden Lauf der Würzburger konterten die Gäste, sodass nach zehn Minuten ein kleiner 18:22-Rückstand zu Buche stand.

Halb so wild. Eigentlich. Im zweiten Viertel bekamen die Schützlinge von Coach Dragan Torbica allerdings zunehmend Probleme. Im Pick & Roll konnten sie vor allem Leon Kratzer (19 Punkte, 13 Rebounds) nicht stoppen, kassierten so viele leichte Punkte. Im Umkehrschluss lief in der Offense der Kangaroos kaum etwas zusammen.

Beim 25:31 (15.) waren die Gäste noch in Schlagdistanz. Mit einem 13:0-Lauf untermauerten die gastgebenden Unterfranken indes ihre Ambitionen auf eine erfolgreiche Revanche für die 76:77-Hinspielpleite.

„Der Lauf kurz vor der Halbzeit hat uns das Genick gebrochen“, sagte Kangaroos-Manager Michael Dahmen nach dem Spiel. Und als Würzburg dann nach dem Seitenwechsel durch sechs schnelle Punkte von Garrett Jackson (19) auf 50:26 (22.) davonzog, war mehr als nur eine Vorentscheidung gefallen.

„Würzburg war als Team bereit, in den Krieg zu ziehen und ist mit einer unglaublichen Entschlossenheit zu Werke gegangen“, sagte Dragan Torbica.

Die Kangaroos kämpften um ihre Chance. Weil aber vor allem aus der Distanz (1/13) und von der Freiwurflinie (12/26) nicht viel zusammenlief, blieb es immer nur bei einem kurzen Aufflackern der Iserlohner Stärken. „Wir hätten eine bessere Chance gehabt, das Spiel zu gewinnen, wenn wir Handball gespielt und zwischen Angriff und Abwehr hätten munter wechseln können“, sagte Dahmen nach der Partie.

Tatsächlich verdienten sich allen voran Deion Giddens und Ruben Dahmen Bestnoten für ihre defensive Darbietung.

„Eine solche Niederlage ist natürlich unschön, kann aber passieren. Wir werden das Spiel analysieren, unsere Lehren daraus ziehen und mit neuer Kraft am kommenden Sonntag unseren Frust an Gießen abarbeiten. Unser Ziel ist es, unsere Festung am Hemberg wieder hochzuziehen und diese auch erfolgreich zu verteidigen“, so Manager Michael Dahmen.

TEAM & PUNKTE
Sören Fritze (3), Gabriel de Oliveira (3), Simon Kutzschmar (8), Joshua Dahmen (2), Erik Krumme, Julian Scott (11), Donte Nicholas (13), Nikita Khartchenkov (5/1 Dreier), Ruben Dahmen, Deion Giddens (10).

 

Foto: Daniela Fett

Nächstes Heimspiel der Kangaroos: Sonntag, den 14.01.2018 um 17.00Uhr in der Hemberghalle