Klatschen statt „Klatsche“…

MINI-KANGAROOS SCHLAGEN SICH WACKER GEGEN TITELANWÄRTER

U12-NRW-Liga: Iserlohn Kangaroos- Paderborn Baskets 70:112 (20:22, 35:58,48:83)

Die Traineransprache vor dem Spiel war etwas länger und psychologielastiger als üblich. Die „Klatsche“, die der Tabellenzweite aus Paderborn den Kangaroos in der Vorrunde erteilt hatte (105:40), war der Tiefpunkt der Saison gewesen und musste erst einmal aus dem Unterbewusstsein der Spieler in die Ablage „bewältigte Vergangenheit“ verschoben werden. Schließlich sollten die heimischen Zuschaueraugen beim letzten Heimauftritt keineswegs Zeuge einer erneuten Demontage durch die bärenstarken Bischofsstädter werden.
Trotzdem war die Ausgangslage nicht gerade rosig, da bei den Waldstädtern zwei Leistungsträger aus der ersten Fünf fehlten. Nico, weil er wegen einer Hauptrolle bei einem „großen Fressen“ nicht spielen konnte, Robin, weil er auf Anweisung seines Vaters für den Rest der Saison nicht mehr für seine Mannschaft antreten darf, ein Vorfall, der im „Team-Sport“ zum Glück recht selten vorkommt.
Trotz dieses Handycaps starteten die mit Mats und Joni neuformierten Kangaroos fulminant mit ein paar blitzschnellen Fastbreaks (sauber, Mats!) und zwangen den Gästecoach bereits in der 4. Minute beim Stand von 11:5 zu einer ersten Auszeit. Es folgte ein Spiel auf Augenhöhe bis zur 14. Minute (30:30), in dem Captain Arda gleichermaßen gut punktete wie „assist-ierte“. Erst dann gewannen die Paderborner allmählich „Oberwasser“, weil die Kräfte der Kangaroos in Verbindung mit der Passgenauigkeit so langsam „den Bach runtergingen“.
Nach der Halbzeit zeigten die Gäste dann, was die zweitbeste Defense der Liga mit der Offense eines Gegners aus dem Mittelfeld zu tun imstande ist.
Unter dem Motto „no easy baskets“ wurden fast keine Feldkörbe mehr zugelassen und mit Freiwürfen allein lässt sich ein Punktekonto nicht gut füllen.
Das letzte Viertel nutzten beide Teams, um dem Nachwuchs ranzulassen, nur der „Single-Aufbau“ Arda musste durchspielen und löste diese Aufgabe mit viel Herz und Ausdauer. An seiner Seite zeigten Leo und Kerem, was für die nächste Saison bereits jetzt in ihnen steckt, der Erste mit frechen Korbaktionen, der Zweite mit einem sicheren „Dreier-Händchen“.
So gelangen den Kangaroos satte 30 Punkte mehr als im Hinspiel und sie erhielten viel Applaus für ihren starken Auftritt gegen einen fairen und sympathischen Gegner, dem sie viel Erfolg beim „Final-Four-Turnier“ um die westdeutsche Meisterschaft wünschen.

Trainer-Worte: Ein sehenswertes Spiel, das den Fans noch einmal deutlich die enorme Entwicklung innerhalb einer einzigen Saison vor Augen geführt hat. Ein großes Dankeschön geht an die begeisterungsfähigen Zuschauer und besonders an die caternden Eltern, die mit verführerischem Waffelduft und bezauberndem Lächeln unsere Halle als Ort der Gastlichkeit in der Region bekannt gemacht haben.

Für die Kangaroos spielten: Mats Badtke 13, Florian Breiden 8, Kerem Can 8, Larry Duru, Jonathan Mix, Leonhard Mundt 4, Gian-Luca Pinto, Luca Tesche, Linus Trettin 13, Arda Yildiz 24

Bericht: Helgi Bencker