Kangaroos zu Gast beim „Team der Stunde“ in Gießen

Im September haben sich die Gießen 46ers Rackelos und die Iserlohn Kangaroos zuletzt gegenübergestanden. Beim 7. NOMA Cup setzte sich das Team von Coach Dragan Torbica im kleinen Finale hauchdünn mit 85:84 durch. Das Wiedersehen am neunten Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga ProB steht indes unter völlig neuen Voraussetzungen.

Rückblick: Während der Saisonvorbereitung hatten die Rackelos massive Verletzungsprobleme. Nur zu siebt bestritten sie das Spiel um Rang drei gegen die Kangaroos. Trotzdem machten die Gießener den Iserlohnern in diesem Vorbereitungsspiel schwer zu schaffen.

Und die Tatsache, dass die Schützlinge von Coach Rolf Scholz aktuell laut Kangaroos-Manager Michael Dahmen „das Team der Stunde“ sind, macht es für die Iserlohner nicht einfacher. Drei der letzten vier Spiele haben die Rackelos gewonnen. Und bei ihren jüngsten Erfolgen gegen die KIT SC Gequos (97:69), die Dragons Rhöndorf (90:67) und beim BBC Coburg (96:67) haben die Hessen im Schnitt satte 94,3 Punkte erzielt. Und im Gegenzug nur 67,6 Zähler der Gegner zugelassen. Eine Ansage in Zahlen.

„Gießen hat eine enorme Firepower und ist extrem schwer auszurechnen, weil der Kader tief und ausgeglichen besetzt ist“, sagt Dahmen.

Angeführt werden die Gießener von Ex-Nationalspieler Johannes Lischka, der durchschnittlich 17,4 Punkte und 7 Rebounds auflegt. Zudem punkten mit Jeril Taylor (15,3/7,1 Rebounds), Jugendnationalspieler Bjarne Kraushaar (11,7/4,4 Assists) und Nick Hornsby (11,3/6,9 Rebounds) drei weitere Spieler zweistellig.

Aufgrund der hohen Scores der vergangenen Partien liegt auf der Hand, dass die Rackelos gerne ins Laufen kommen. „Entsprechend wichtig ist es, dass wir auf den Ball aufpassen und uns keine unnötigen Ballverluste leisten. Auch in der Defense sollten wir, was die Intensität angeht, einen Zahn zulegen“, so Dahmen. Der Kangaroos-Manager erwartet in der Sporthalle Gießen-Ost eine harte Prüfung für sein Team.

Verzichten müssen die Kangaroos wohl auch in Gießen auf Kapitän Joshua Dahmen. Seine Sprunggelenksverletzung ist zwar weitgehend auskuriert, dafür hat er sich eine Augenentzündung zugezogen, die seinen Einsatz zumindest gefährdet. Angeschlagen ist zudem Sharik Aboubakar.

Eine besondere Partie wird das Gastspiel der Kangaroos für Simon Kutzschmar und Viktor Ziring.

„Ich freue mich sehr auf die Partie in Gießen, da ich immer noch guten Kontakt zu einigen der Jungs habe. Wir haben ja in der Preseason schon gegen Gießen gespielt und knapp gewonnen. Und seitdem ist jeder von uns bereit für das nächste Aufeinandertreffen“, sagt Simon Kutzschmar.

Der 21-Jährige wechselte vor der aktuellen Saison von den Gießen 46ers/Licher Basketbären ins Sauerland. Ziring hat vor seinem Wechsel nach Iserlohn in Gießen für das NBBL-Team der 46ers gespielt. Auch er kehrt somit an seine alte Wirkungsstätte zurück.

Dass sich die Rackelos im Aufwind befinden, konstatierte auch Gießens Coach Rolf Scholz nach dem Erfolg in Coburg zufrieden. Er attestierte seinem Team eine „reife, erwachsene Leistung“. Er lobte vor allem die solide Arbeit in der Offense, aber auch die engagierte Defense seiner Schützlinge.

Pressemitteilung der Iserlohn Kangaroos, 09. November 2017 | Foto: Daniela Fett