Playoff: Kangaroos verlieren erstes Halbfinale in Rostock!

Die Iserlohn Kangaroos haben das erste Halbfinalspiel bei den Rostock Seawolves mit 66:81 (11:19, 18:16, 18:25, 19:21) verloren. Damit liegt das Team von Coach Dragan Torbica in der Best-of-Three-Serie mit 0:1 in Rückstand. Aber bereits am kommenden Samstag können die Kangaroos die faltige Decke mit einem Sieg in der heimischen Hembergfestung wieder geradeziehen. Damit der Traum vom Einzug ins Finale der 2. Basketball-Bundesliga ProB weiterlebt!

Das Spiel in der ausverkauften StadtHalle Rostock stand von der ersten Minute an unter keinem guten Stern für Torbicas Schützlinge. Der Fokus hat zwar gepasst, aber die Gäste aus dem Sauerland konnten ihre PS nicht richtig auf die Straße bringen. Zwar ließen Donte Nicholas und Gabriel de Oliveira im ersten Viertel bei krachenden Dunkings die Muskeln spielen. Insgesamt fehlte aber das gewohnte Intensitätslevel der vergangenen Wochen. Rostock nutzte die Gunst der Stunde, um sich bereits frühzeitig ein kleines Pölsterchen zu erspielen (14:6, 7.).

Iserlohn versuchte, über den Kampf ins Spiel zu finden. Und das gelang im zweiten Viertel schließlich auch deutlich besser. Als Julian Scott und Kristof Schwarz den Ausgleich besorgten (19:19, 13.) wirkte es, als seien die Kangaroos endlich im Spiel angekommen. Mit einem 6:0-Sprint zogen die Hausherren jedoch wieder ein wenig davon. Und eigentlich ist genau das die Geschichte des Spiels: Mit starken Einzelaktionen brachten die Kangaroos die Seawolves immer wieder in Verlegenheit, konnten dem Spiel jedoch nicht als Kollektiv den Stempel aufdrücken.

Immerhin: Das zweite Viertel entschieden die Iserlohner mit 18:16 für sich. Die Hoffnung war da. Der Glaube an die eigene Stärke auch. Aber eben auch ein Gegner, der sich nur schwer beeindrucken ließ. Die Gastgeber um Coach Ralf Rehberger exerzierten den von Rehberger aufgezeichneten Matchplan konsequent. Wenngleich die Kangaroos immer wieder gute Optionen fanden, um offene Würfe zu kreieren. Allerdings war ihnen das Wurfglück in der Hansestadt nicht zwingend hold. Vor allem an der Freiwurflinie ließ Torbicas Team zuviele Punkte liegen (9/16, 56 Prozent). Freilich: Selbst eine normale Freiwurfquote hätte den Gästen noch nicht zum Erfolg verholfen.

„In meinem Augen haben wir uns definitiv selbst geschlagen. Wir waren lange nicht so bissig wie in den vergangenen Wochen“, sagte Kangaroos-Manager Michael Dahmen nach dem Spiel.

Und ergänzte: „Ich bin mir sicher, dass wir am kommenden Samstag eine ganz andere Mannschaft zu Gesicht bekommen werden. Eine Leistung wie am Sonntag in Rostock werden die Jungs nicht noch einmal abliefern.“

Die zweite Halbzeit der ersten Halbfinalbegegnung in Rostock ist relativ schnell erzählt. Iserlohn konnte zwischenzeitlich immer wieder kleine Nadelstiche setzen, den Rückstand aber nicht entscheidend verkürzen. Das lag vor allem daran, dass Rostock seinen Stiefel ziemlich clever runterspielte. Das Defizit der Kangaroos pendelte sich im leicht zweistelligen Bereich ein. Die Hoffnung der mitgereisten Fans, die Partie könnte mit einem Kraftakt im vierten Viertel doch noch zugunsten der Kangaroos kippen, erfüllte sich nicht.

Als Jordan Talbert 3:53 Minuten vor der Schlusssirene einen Dreier zum 75:58 durch die Reuse jagte, war das Spiel entschieden. Die Kangaroos spielten mit Anstand zu Ende, mussten sich jedoch mit der ersten Niederlage in den diesjährigen Playoffs anfreunden. „Die Jungs wissen, dass sie unter ihren Möglichkeiten geblieben sind. Das wird ihnen nicht nochmal passieren. Und die Saison hat gezeigt, dass wir nach durchwachsenen Leistungen immer stärker zurückgekommen sind“, so Manager Michael Dahmen.

Am kommenden Samstag (21. April, 19.30 Uhr) steht den Kangaroos ein Do-Or-Die-Spiel ins Haus. Und auf dieses werden sie sich ab Montag intensiv vorbereiten. Denn das Ziel ist klar: Die Serie soll noch einmal zurück nach Rostock wechseln – für das Entscheidungsspiel.

Karten für das Heimspiel der Kangaroos am 21. April sind im Vorverkauf bei Life Sport Iserlohn, Unnaer Straße 21, und der Fliesen Krämer GmbH & Co. KG, Gennaer Straße 47, in Letmathe erhältlich. Die Tickets können auch per E-Mail unter ticket@iserlohn-kangaroos.de reserviert werden.

Team & Punkte
Gabriel de Oliveira (5), Simon Kutzschmar (2), Kristof Schwarz (5/1 Dreier), Joshua Dahmen (2), Julian Scott (15), Donte Nicholas (17, 12 Rebounds, 7 Assists), Nikita Khartchenkov (14/4), Viktor Ziring, Ruben Dahmen (2), Deion Giddens (4).

Die Termine und Ergebnisse der Halbfinalserie gegen Rostock
Spiel 1: Rostock Seawolves – Iserlohn Kangaroos 81:66 (19:11, 16:18, 25:18, 21:19)
Spiel 2: Samstag, 21. April, 19.30 Uhr: Iserlohn Kangaroos – Rostock Seawolves
(Spiel 3: Donnerstag, 26. April, 19.30 Uhr: Rostock Seawolves – Iserlohn Kangaroos)

Pressemitteilung der Iserlohn Kangaroos, 15. April 2018 | Foto: Jona Wiechowski