Kangaroos ringen Münchener Youngster nach Verlängerung nieder

Iserlohn Kangaroos – FC Bayern München Basketball II 77:73 n.V. (21:15, 39:27, 49:50, 63:63)

Die Hemberg-Festung hält weiter und die Heimbilanz der Iserlohn Kangaroos ist mit zwölf Siegen aus zwölf Spielen nach wie vor makellos. Auch die U23-Youngsters des FC Bayern München Basketball konnten das nicht ändern und verloren am Ende mit 73:77 – allerdings durften die Kangaroos zum wiederholten Male in dieser Saison erst nach einem nervenaufreibenden Verlängerungskrimi jubeln. „Overtime scheint uns zu liegen“, sagte Iserlohns Headcoach Matthias Grothe nach dem Spiel. Am verdienten Erfolg seiner Kangaroos ließ er keinen Zweifel: „Wer vier von fünf Spielabschnitten für sich entscheidet, hat am Ende auch verdient gewonnen.“

Die Partie begann verheißungsvoll für die Iserlohner. Gerade einmal 30 Sekunden waren gespielt, da riss ein bärenstarker Kapitän Kristof Schwarz die Fans in der nahezu ausverkauften Hemberghalle mit seinem ersten von insgesamt vier Dreiern von den Sitzen. Die Kangaroos brauchten dann auch nur fünf Minuten, um sich gegen nervös startende Bayern mit zehn Punkten abzusetzen (16:6). Münchens Coach Oliver Kostic reagierte mit einer Auszeit, die auch Wirkung zeigte. In der neunten Minute waren die Gäste wieder bis auf vier Punkte herangekommen (16:12), ehe Sören Fritze und Thomas Reuter per Dreier den Vorsprung bis zum Ende des ersten Viertels wieder etwas ausbauen konnten (21:15).

Auch im zweiten Spielabschnitt drückten die Kangaroos der Partie mit hervorragender Verteidigung und erfolgreichem Fastbreak-Spiel ihren Stempel auf. Die Folge war eine Zwölf-Punkte-Führung zur Halbzeit (39:27). Doch Matthias Grothes Hoffnung, sich gleich nach Wiederbeginn weiter absetzen zu können und damit den Münchenern frühzeitig den Zahn zu ziehen, sollte sich nicht erfüllen. Ganz im Gegenteil: Plötzlich verloren die Kangaroos den Faden, ließen sich im Angriff von Bayerns jetzt noch physischerer Verteidigung den Schneid abkaufen. Statt den Vorsprung ausbauen zu können, blieben die Kangaroos fünf Minuten ohne jeden Korberfolg und so kämpften sich die Gäste wieder heran. In der 25. Minute gingen die Bayern-Youngster sogar durch ihren überragenden Karim Jallow (26 Punkte, 7 Rebounds) erstmals in Führung (40:41), die sie bis zum Schlussviertel verteidigten (49:50).

Angefeuert von ihren Fans bäumten sich die Kangaroos dann aber nochmals gegen die drohende Heimniederlage auf. Mit einem 10:0-Lauf eroberten sie die Führung zurück (55:50), konnten sich in der Folge aber nicht entscheidend absetzen. In der Schlussminute hatten die Bayern dann nach einem Missverständnis zwischen Ruben Dahmen und Kristof Schwarz durch Amar Gegics Korbleger zum 63:61 plötzlich wieder den Sieg vor Augen, aber im Gegenzug zeigte sich Terrell Harris von der Freiwurflinie jetzt nervenstark: 63:63 und damit Verlängerung.

Und die Extra-Minuten dominierten die Kangaroos ziemlich eindeutig. Die Iserlohner lagen von Beginn an in Führung und offenbarten in der Crunchtime plötzlich auch keine Schwächen mehr von der Freiwurflinie. Moussa Kone setzte mit seinen beiden verwandelten Freiwürfen vier Sekunden vor dem Ende zum 77:73 schließlich den Schlusspunkt zum kollektiven Iserlohner Jubel und zum wichtigen 1:0 in der Best-of-Three-Serie des Playoff-Achtelfinales. „Jetzt bin ich durchaus optimistisch für die zweite Partie am kommenden Samstag in München“, sagte Kangaroos-Coach Matthias Grothe nach dem Krimi. Er geht zuversichtlich in das zweite Aufeinandertreffen am kommenden Samstag, 18. März. Die Partie im Münchener Audi-Dome beginnt bereits um 14 Uhr.

Iserlohn Kangaroos: Moussa Kone (15/9 Rebounds), Ruben Dahmen (7/1 Dreier), Kristof Schwarz  (15/4 Dreier), Terrell Harris (15/1 Dreier), Thomas Reuter (13/1Dreier), Gabriel De Oliveira (0), Deion Giddens (4), Yannick Opitz (6), Sören Fritze (2), Erik Krumme, Jonah Bredt, Sharik Aboubakar.

Pressemitteilung Iserlohn Kangaroos