Grothe: „Den Deckel draufmachen!“

Was ist ein häufig genutzter Trainerspruch?  „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!“ Und genau das trifft im besonderen Maße auf die Playoff-Phase einer Saison zu, denn dann steht nicht nur in wenigen Tagen wieder die nächste Aufgabe ins Haus, sondern auch derselbe Gegner. Deshalb konnte sich Matthias Grothe, Headcoach der Isrlohn Kangaroos, auch nur kurz über das knappe 77:73 nach Verlängerung im ersten Spiel des Playoff-Achtelfinales gegen den FC Bayern Basketball II freuen. „Uns scheinen Spiele mit Verlängerung in dieser Saison scheinbar zu liegen“, sagte Grothe beim Blick zurück. Dennoch könne er gut auch mal auf diese nervenaufreibenden „Herzschlag-Krimis“ verzichten.

Im nächsten Moment galt der ganze Fokus des Iserlohner Coaches aber bereits dem kommenden Samstag, 18. März, wenn die Kangaroos im zweiten Spiel der Achtelfinalserie erneut auf die Münchener treffen – dann allerdings in der bayerischen Landeshauptstadt. Im dortigen Audi-Dome finden 6.800 Fans Platz, doch beim Spiel der Iserlohner gegen die FCB-Zweitvertretung dürfte nur ein Bruchteil der Plätze besetzt sein. So wurde das Team von FCB-Trainer Oliver Kostic in seinem letzten Hauptrundenspiel gegen den Spitzenreiter der Südgruppe PS Karlsruhe Lions  dort ebenfalls „nur“ von  500 Fans unterstützt. „Die ungewohnte Atmosphäre dort sollte für uns kein Faktor sein. Lediglich die für uns unbekannte Halle bildet eben den Heimvorteil für München, aber das ist bei jedem Auswärtsspiel so“, sagte Matthias Grothe. Ungewohnt ist da schon eher die frühe Anwurfzeit um 14 Uhr. „Deshalb reisen wir bereits am Freitag an, damit wir ausgeruht und mit genügend Power in die Partie gehen können.“

Denn eines ist für Grothe klar: „Wir müssen ein deutlich besseres zweites Spiel abliefern, um dort bestehen zu können.“ Dabei brauchen die Kangaroos an der Verteidigung gegenüber dem Auftritt in der Hembergfestung nicht viel zu ändern. „Das war über weite Strecken die beste Defensivleistung der ganzen Saison“, so Grothe. Und ergöänzt: „Wir haben gegen die Bayern sehr diszipliniert unseren Gameplan umgesetzt.“  

Deutliches Steigerungspotenzial sieht Iserlohns Headcoach hingegen in der Offensive. „Da müssen wir am Samstag bessere Reaktionen auf die taktischen Verteidigungsvarianten und die enorm intensive Defense der Bayern finden.“ Darauf werde in den kommenden Trainingseinheiten sicherlich sein Hauptaugenmerk liegen.

Dennoch gehen die Iserlohner nach dem Erfolg im ersten Achtelfinalspiel voller Selbstvertrauen und mit breiter Brust in die schwere Auswärtsaufgabe. „Wir wollen am Samstag möglichst schon den Deckel drauf machen“, so Grothe. „Schließlich haben wir in unseren bisherigen Playoff-Duellen stets das 2:0 nachlegen können, wenn wir die Serie mit einem Sieg eröffnet hatten.“

Personell werden die Kangaroos wohl mit derselben Aufstellung in die Partie gehen, wie in Spiel eins. „Den beiden zuletzt angeschlagenen Moussa Kone und Sören Fritze, die im ersten Spiel sicherlich noch nicht 100 Prozent ihrer eigentlichen Leistungsstärke hatten abrufen können,  hat diese Woche sicherlich noch einmal gut getan“, so Matthias Grothe, der in München wohl auf eine Neuner-Rotation setzen wird. „Bei Joshua Dahmen sieht es nach seinem im Training erlittenen Bänderriss im Sprunggelenk hingegen nicht gut aus. Für ihn käme ein Einsatz am Samstag wohl definitiv zu früh.“

Iserlohn Kangaroos: Ruben Dahmen, Kristof Schwarz, Terrell Harris, Thomas Reuter, Deion Giddens, Yannick Opitz, Gabriel De Oliveira, Sören Fritze, Moussa Kone, fraglich: Joshua Dahmen.

Pressemitteilung Iserlohn Kangaroos