Ein seltenes Vergnügen…

MICROKANGAROOS GEWINNEN HEIMDERBY GEGEN BOELE

U10-Oberliga: Iserlohn Kangaroos-BB Boele- Kabel 70:64(17:13,31:26,50:50)

Boele-Kabel, in allen Ligen vertreten, Standort vorbildlicher Jugendarbeit, sympathischer Derbygegner seit vielen Jahren und am Sonntag mit der U10 zu Gast bei den Kangaroos. Eine Angelegenheit, die die noch unerfahrenen Youngster der Waldstädter sicherlich mit viel Respekt in Angriff nehmen würden.

Genau davon aber gab es keine Spur, die Gastgeber starteten wie die Feuerwehr, überrannten mit schönen Breaks immer wieder die Gäste, und hätte der sogenannte „Heimring“ nicht so wenig Appetit gehabt, hätte die Viertelführung durchaus höher ausfallen können, als 17:13. Im Flugmodus dabei besonders Colin, der allein 7 Treffer aus Punktekonto einzahlte.

Nun, wo also die Sache mit dem Respekt nicht mehr im Weg stand, entwickelte sich ein munteres Spielchen auf Augenhoehe, bei dem die Hagener die schoeneren Spielzuege, die Kangaroos jedoch die konsequentere Verteidigung zeigten. Es blieb also beim leichten Vorsprung (31:26) bis zur Pausenbanane.

Boele wäre nicht Kabel, wenn sich die Jungs das gefallen ließen. Immer wieder mussten sich selbst die hochgewachsenen Kangaroos unter dem eigenen Korb die Rebounds wegschnappen lassen, was andererseits nicht verwunderlich war, wenn man nicht hoeher als ne Bildzeitung springt. Und waere Julius nicht ein paarmal souverän “coast to coast” gegangen, haette es wohl noch schlimmer aussehen können, als dieses spannende “fifty-fifty”.

Also “show-down” im letzten Abschnitt, diesmal inszeniert als “captains diner”. Die korbhungrigen Leitwoelfe beider Teams fuehrten nun die Punktejagd an und mussten beide die bittere Erkenntnis machen, dass sie ihren Gegenpart auf keine Weise stoppen konnten und deshalb selbst eine moeglichst hohe Trefferquote brauchten. Diesen Kampf der Giganten gewann Julius hauchduenn fur sich. Beim Zählen der Beute hatte er in der zweiten Halbzeit mit 29:26, in der Gesamtwertung mit 41:39 Punkten die Nase vorne.

Trainerworte: Ein echter Kampfklassiker mit viel Schweiß, bei dem bei allen Jungs große technische Fortschritte zu bestaunen waren, die taktische Klugheit jedoch über weite Strecken vermisst wurde, und irgendein boeser Zauber die Ohren taub gegen Coachworte gemacht hatte.
Dass der unbedingte Einsatzwille aller Spieler den Sieg gegen eine so erfahrene Truppe trotzdem ermöglicht hat, ist umso erfreulicher. Beim naechsten Derby am kommenden Samstag in Lüdenscheid sollte es etwas einfacher werden und dabei mehr Spielzeit fuer die”zweite Fünf” rausspringen.

Für die Kangaroos spielten:
Musa Aksoy, Larry Duru, Liu “Kobe” Jiaye (2), Colin Laurenz (15), Moritz Mix, Kadirhan Sentuerk, Maxi Spies (4), Jano Tinnefeld (2), Benni Toennies (6), Julius Trettin (41)