Dem Wetter entsprechend…

MINI-KANGAROOS NUTZEN PFLICHTAUFGABE NICHT ALS DERBY-VORBEREITUNG

U12 NRW-Liga: Baskets Lüdenscheid – Iserlohn Kangaroos 46:77 (10:19, 20:36, 31:57)

Wie das Tiefdruckgebiet auf der Hinfahrt durchs Sauerland, so zogen die Mini-Kangaroos in einem „Tiefform-Betrieb“ durch die Lüdenscheider Halle. Was beim Tabellenletzten die Generalprobe für das Derby nächste Woche gegen die Tabellennachbarn vom TSV-Hagen werden sollte, legte sich für „wetterfühlige“ Basketballfans schwer auf die Vorfreudenstimmung.

„Tiefdruck“ sowohl auf den gegnerischen Korb, als auch auf die Gegenspieler, „windige“ Entscheidungen, Pässe in die „tiefhängenden Wolken“, dazu zunehmende „Niedergeschlagenheitsneigung“ und fast kein „Sonnenschein“ in den Gesichtern von Spielern, Eltern und dem Trainer.

Für Letztgenannten war dies eine Fortsetzung der Entwicklung in den letzten Trainingseinheiten, die teilweise in halber Besetzung durchgeführt werden mussten, dazu noch unerwartet, da auch die vorherige Abmeldungen nicht ordnungsgemäß eingegangen waren. Doch Jammern soll nicht der alleinige Tenor dieses Berichtes sein und dient natürlich auch ein bisschen dazu, den Mangel an spannenden Fakten zu kaschieren.

Beim Viertelstand von 19:10 war zwar der Klassenunterschied angedeutet worden, doch die Anzahl wirklich herausgespielter zwingender Aktionen hatte in umgekehrt proportionalem Verhältnis zur Zahl der leichtsinnig vertändelten Bälle gestanden. Auch die nächsten 17 Punkte bis zur Halbzeit waren weniger von clever freigespielten Kangaroos erzielt worden als durch Abpraller, die der reboundstarke Linus verwandelte.

Ohne leuchtendes Vorbild, denn die 1. Fünf hatte ihre Zähler eher durch Krampf als Kampf erzielt, bleib auch der Nachwuchs trotz langer Einsatzzeiten weit unter seinen Möglichkeiten und gänzlich ohne Zählbares in der Punktestatistik. Die Tatsache, dass sich Mitspieler entweder nicht energisch freimachten, oder, sollte es ihnen doch gelungen sein, einfach übersehen wurden, zog sich wie ein roter Faden auch durch die zweite Halbzeit. So waren es im Endeffekt aus technischer Überlegenheit resultierende Einzelaktionen, die den ungefährdeten Sieg der Gäste sicherstellten.

Trainer-Worte: Wenn „Generalproben“ schiefgehen müssen, stehen wir vor einem großartigen Auftritt. Dann können wir mit dem Gegenteil vom heute Gezeigten, anknüpfend an den kampfstarken und teamorientierten Auftritt bei der knappen Niederlage gegen Haspe, mutig ins Derby gegen die anderen Hagener gehen, die wir im Hinspiel in einem unserer besten Auftritte in einer hochspannenden Partie im Herzschlagfinale mit einem Punkt schlagen konnten.

Für die Kangaroos spielten: Mats Badtke 6, Florian Breiden 10, Robin Mingaz 19, Jonathan Mix, Leonard Mundt, Leon Schütz, Nico Stegemann 7, Linus Trettin 29, Arda Yildiz 6

 

Bericht: Helgi Bencker